Von Ica (406 Meter) ging es mit dem Bus und einer geplanten Reisezeit von 15 Stunden nach Cusco auf 3400 Höhenmeter. Doch bei den 15 Stunden blieb es nicht, gegen Mitternacht stoppte ploetzlich der Bus, mitten in den Anden im nirgendwo. Keiner wusste so recht was los ist, draussen war es dunkel. Da die Fahrercabine vom rest des Busses abgetrennt ist, war es auch nicht moeglich mit dem Fahrer zu sprechen. Erst gegen 6 Uhr morgens, als es hell wurde, oeffneten sich die Tueren. Auf der Strasse hatte sich mitlerweile ein langer Stau von Bussen und LKW’s gebildet. Und ja, nach knappen 6 Stunden wurden wir dann aufgeklaert, ein LKW ist die Bruecke hinuntergestuerzt und musste geborgen werden. Aus den 15 Stunden wurden dann gute 27. Huch….
Der schnelle Höhenanstieg und die doch sehr dünne Luft bereiteten mir die naechsten 2 Tage in Cusco probleme. Angefangen von Muedigkeit, Kopfweh bis hin zu Bauchschmerzen. Aber die zwei Tage gingen auch vorbei, ich hab’s ueberlebt, und mein Koerper hat sich an die Hoehe gewoehnt.
Cusco ist die aelteste staendig bewohnte Stadt des kompletten Kontinents, und war einst die wichtigste Festung des Inkareichs. Noch heute sind die massive Inkamauern zu bewundern. Auf den schmalen Pflasterstrassen und den Plazas verdienen sich Nachfahren der maechtigen Inka mit bunten traditionelen Waren ihren Unterhalt.
Das Leben in den Anden, nah am Aequator, beginnt sehr frueh -die Sonne – deren Strahlen auf dieser Höhe viel mehr Kraft besitzen, erwecken schon vor 6 Uhr die Stadt zum Leben. Hunde bellen, Autoalarmanlagen spielen ihre Melodien, Taxis hupen, und kleine Tante-Emma-Lädchen öffnen ihre gusseisernen Türen.
Der Verkehr ist etwas chaotisch, aber die vielen Taxis, Busse und Privatautos wissen sich wohl zu verständigen. In der historischen Innenstadt, die 1985 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, sind die meisten Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars, Geschäfte. Alles ist hier leicht per Fuss zu erreichen.
Untergekommen bin ich im Hostel Walk0n Inn, welches sich in einer sonnig-gruenen Ecke versteckt. Das Hostel ist _nur_ einen fuenfminuetigen Schnaufer des Plaza de Armas entfernt.
Cusco ist leider schon nahe zu komplett ueberlaufen mit Touristen, sehr schade…
In den naechsten Tagen geht es weiter nach Ollantaytambo und dann Machu Picchu.





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